Gisèle Freund (1908 – 2000), Jüdische Fotografin, Soziologin, Emigrantin (VR)
Vortrag von Inga Höfer, Geistes- und Sozialwissenschaftlerin, langjährige Dozentin im Bereich Gender Studies an Hochschulen (u. a. Kritik und Geschichte der Fotografie, Hochschule Potsdam). Gisèle Freund wuchs auf in einer großbürgerlich-jüdischen Familie in Berlin-Schöneberg und studierte später Soziologie an der Frankfurter Schule. 1933 musste sie kopfüber nach Paris fliehen. Ihre Dissertation wurde zu einem Standardwerk der Fotografie. Adrienne Monnier und Sylvia Beach waren ihre Freundinnen. Gisèle Freunds Portraits von Virginia Woolf, Vita Sackville-West, Simone Beauvoir und anderen sind ikonisch. Gisèle Freund erstellte Fotoreportagen in England und Südamerika. Sie lebte in Mexiko und war mit Frida Kahlo befreundet. Sie erstellte das Staatsportrait Mitterands, und sie war Mitglied der Fotoagentur Magnum. Gisèle Freund wurde von der Frauenbewegung entdeckt und zu Lebzeiten zur Legende.
Eine Veranstaltung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Tempelhof-Schöneberg