Die Ausstellung über das Frauenmusikzentrum Lärm und Lust e.V.
In Berlin der wilden 1980er Jahre kamen Frauen zusammen, um sich Räume zum Musikmachen und gemeinsamen Proben zu schaffen sowie eigene Netzwerke aufzubauen. Der Verein Lärm und Lust wurde gegründet, Räume in Berlin-Kreuzberg in der Oranienstraße wurden in Eigeninitiative ausgebaut. Die Musikerinnen stellten sich gegenseitig Instrumente und Equipment zur Verfügung. Austausch, Konzerte und Unterricht waren Bestandteile des Frauenmusikzentrums und gehörten zum Konzept. Es gab eine große Bandbreite von Musikstilen und Niveaus. Bei Lärm und Lust spielten und übten sowohl Anfängerinnen als auch Profis. Im Laufe der Jahre entstanden in Berlin und über die Stadt hinaus circa 80 Frauen-Bands sowie zahlreiche Frauen-Musikfestivals und -Initiativen. Die Ausstellung lässt diese intensive Zeit des Aufbruchs lebendig werden.
Vernissage Sonntag,12.04.26, 15 Uhr mit Livemusik von MoMaS Berlin, uSAMBAras, Silke Fell und Maike Scheel, international bekannte Musikerinnen mit Wurzeln im Frauenmusikzentrum Lärm & Lust.
Rundgang durch die Ausstellung mit Filmvorführung Mittwoch, 22.04.26, 18 Uhr
Erzählcafé: Wie hat das eigentlich angefangen mit Lärm und Lust? Sonntag, 26.04.26, 15 Uhr
Finissage Sonntag, 31.05.26, 15 Uhr mit musikalischer Begleitung von: Chöre „Quartetto" und „True Colours". Das Finale: Disco und Tanzmusik, mit Marion Schwan und Saxophon.
„Diese besondere Ausstellung, die die Geschichte des Frauenmusikvereins mithilfe von Fotografien, Texten und Bildern zeigt, lässt diese einzigartige Zeit des Aufbruchs der feministischen Bewegung lebendig werden. Eine Zeit, in der Frauen das Wort ergriffen haben, um mit voller Kraft und selbstbestimmt viele Lebensräume wiederzugewinnen. So entstanden viele Frauen-Netzwerke aus denen sich neue, bis heute existierende Projekte entwickelt haben, wie z.B. die BEGiNE oder das Musikfrauenzentrum Lärm und Lust.
Angesichts einer selektiv geschriebenen Geschichtsdarstellung ist es äußerst wichtig, die Lücken in der Geschichte der Frauen zu schließen.
Die Namen der Künstlerinnen, Musikerinnen, Wissenschaftlerinnen, Ärztinnen, Politikerinnen und allen anderen Frauen, die das Leben mitgestaltet haben, müssen genannt werden, um das Bild der Welt und ihrer Geschichte vervollständigen.
Wie ein altes Sprichwort sagt: solange die Löwen, keine eigenen Historiker haben, wird die Geschichte der Jagd von Jäger geschrieben.
Ich freue mich jedes Mal, wenn die Geschichte der Frauen erzählt wird. Damit spüre ich, wie sowohl meine als auch die kollektive Kraft der Frauen wächst.
Mit der Ausstellung, die wir heute und in den nächsten 2 Monaten in der Begine sehen, wird ein Stück einer wichtigen Geschichte rechtzeitig erzählt. Die Frauen, die diese Geschichte geschrieben haben, sind heute hier mit uns und laden uns ein, einen wichtigen Teil ihres Lebens kennenzulernen." K.Flak / Kunsthistorikerin
Die Ausstellung ist bis Juni in der BEGiNE zu sehen. Mo. - Fr. 17 - 23 Uhr Sa. ab 19 Uhr und So. laut Programm
Kommentare
Keine Kommentare