Ahima Beerlage und Klassikerinnen Lesung

Nina Simon, Meine schwarze Seele, Erinnerungen

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Nach dem Mord an George Floyd durch Polizisten gehen in den USA  die Menschen gemeinsam gegen Rassismus auf die Straße. Deshalb möchte ich heute eine Künstlerin und Aktivistin gegen Rassismus zu Wort kommen lassen. Es ist Nina Simon. 

Geboren wurde sie am 21. Februar 1933 als Eunice Kathleen Waymon in Tryon, North Carolina. Ninas erstaunliches Talent als Musikerin wurde schon früh früh erkannt, als sie im Alter von drei Jahren anfing, Klavier nach Gehör zu spielen. Ihre Mutter, eine methodistische Predigerin, und ihr Vater, selbst Handwerker und Prediger, konnten die gottgegebene Musikgabe der jungen Eunice nicht ignorieren und förderten sie. In diesem kirchlichen Umfeld aufgewachsen, war ihr Bewusstsein für Unrecht ausgeprägt und sie verlor nie hart arbeitende Menschen aus ihrer Community aus den Augen.

Sie spielte Klavier in der Kirche ihrer Mutter. Dabei blieb ihr Talent nicht unbemerkt. Mit der besonderen Gabe ausgestattet, praktisch alles nach Gehör zu spielen, studierte sie bald klassische Musik bei einer Engländerin namens Muriel Mazzanovich, die in die kleine Stadt im Süden gezogen war. In diesem Unterricht entwickelte Eunice eine lebenslange Liebe zu Johann Sebastian Bach, Chopin, Brahms, Beethoven und Schubert. Nach ihrem High-School-Abschluss sammelte die Gemeinde Geld für ein Stipendium für das junge Talent, damit sie an der berühmte Musikschule Julliard in New York City studieren sollte, bevor sie sich an das renommierte Curtis Institute of Music in Philadelphia bewarb.  Aber Eunices Hoffnungen auf eine Karriere als wegweisende afroamerikanische klassische Pianistin wurden zerschlagen, als die Schule ihr die Zulassung verweigerte. Nina Simon blieb immer davon überzeugt, dass die Schule sie aus rassistischen Gründen nicht aufnehmen wollte. Doch das hinderte Nina Simon nicht daran, zu einem gefeierten Weltstar zu werden und sich unermüdlich für die Bürgerrechtsbewegung einzusetzen. Ihre Songs sind auch in der Frauenbewegung prägend gewesen. Am 21. April 2003 starb Nina Simon.

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