Wir laden Euch ein, mit uns in die nächsten 40 Jahre BEGiNE zu gehen!
Aktuell kursieren viele Gerüchte über die Zukunft der BEGiNE und manche Personen glauben, es sei besonders feministisch, Frauen, die sich aktuell oder zukünftig für die Begine einsetzen wollen, zu beschimpfen und persönlich anzugehen, weil die Entwicklung nicht in ihr persönliches Weltbild passt.
Hard facts 1: Die BEGiNe-Kultur ist ein Verein, der von der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert wird, wodurch es uns erst möglich ist, Euch das BEGiNE-Programm anzubieten.
Die BEGiNE hat sich immer als ein Ort von Frauen für Frauen und zwar für alle Frauen verstanden, explizit auch diejenigen, die ihre „Geburt" als Frau selbst in die Hand nehmen mussten. Umso bitterer ist es, feststellen zu müssen, dass manche Personen glauben, sie könnten die BEGiNE als Ort missbrauchen, an dem sie anderen Frauen gegenüber respektlos sein und transfeindliche sowie rassistische Verhaltensweisen an den Tag legen dürfen. Deswegen werden wir entschlossen und strukturiert dagegen vorgehen mit einer klaren Zielgruppendefinition und einer Art „Hausordnung", weil offensichtlich nicht alle, die bisher die BEGiNE genutzt haben, feministisch genug sind, um respektvoll und wertschätzend mit anderen BEGiNEnutzer*innen umzugehen.
Hard facts 2: Das BEGiNE-Café ist ein Geschäftsbetrieb, erhält keine Förderung und muss von dem leben, was im Cafebetrieb erwirtschaftet wird. Die aktuellen Betreiberinnen haben lange angekündigt, aufhören zu wollen, und wir wissen alle, dass ein feministisches Frauencafè nicht gerade eine besonders lukrative Perspektive hat. Es braucht viel feministisches Bewusstsein, Mut zu persönlichem wirtschaftlichem Risiko und gastronomisches Know how, um so ein Abenteuer einzugehen. Dass Sam dieses Abenteuer eingehen will, die von allen drei Eigenschaften mehr als genug mitbringt, freut uns in der Kultur sehr und gibt auch uns eine gute Perspektive für die Zukunft.
Und was ist nun mit dem Gerücht, dass die BEGiNE (bald) kein Frauenort mehr ist?
Tatsächlich gibt es Überlegungen, das Café-Konzept - nicht die Kulturveranstaltungen - gezielt und bewusst weiter zu öffnen - nicht dauerhaft und nicht unkontrolliert. In den 40 Jahren seit der Gründung der BEGiNE haben wir in der Community viele Diskussionen über Identitäten geführt, und Tatsache ist, dass sich heute nicht mehr alle so eindeutig einem Geschlecht zuordnen wollen bzw. können. Dem trägt das neue BEGiNE Bar-Konzept, und auch die neue Zielgruppendefinition der Kultur, Rechnung, und es wird auch Abende geben, die für einen weiteren Kreis offen sind. Die gab es bisher auch schon und hießen „geschlossene Gesellschaft“. Wenn es nun solche Abende auch als offene Abende gibt, werden diese Öffnungen klar und transparent angekündigt. Das ist für uns nicht die Aufgabe des Frauenortes BEGiNE, sondern ein Schritt in die Zukunft.
Besonders geschützte Gruppen, etwa Trauma- oder Beratungsgruppen, sollen selbstverständlich nicht gleichzeitig mit offenen Veranstaltungen stattfinden. Der Schutzraum bleibt. Die BEGiNE-Kultur, ihre Gruppen und Veranstaltungen bleiben bestehen.
Aber natürlich sind auch die Personen wieder auf dem Plan, die glauben, sie hätten darüber zu bestimmen, wie die BEGiNE und die Menschen, die sie gerne nutzen möchten, zu sein und sich zu verhalten haben. Mit der Verbreitung von Gerüchten, persönlichen Angriffen und Beleidigungen werden unter angeblich feministischer Flagge frauenverachtende und teilweise wieder rassistische Pöbeleien verbreitet, um uns einzuschüchtern. Das wird nicht funktionieren und wir behalten uns vor, auch mit Hilfe unserer Anwältin dagegen vorzugehen.
Alle anderen laden wir dazu ein, mit uns in die nächsten 40 Jahre BEGiNE zu gehen!
Kommt am Mittwoch, 7. Oktober, um 18 Uhr in die BEGiNE. Wir möchten informieren, zuhören, Fragen beantworten und gemeinsam über die Zukunft dieses besonderen Ortes sprechen.
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